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Auszug - Weiterbetrieb Pestalozzischule Langenhagen, hier: Bauliche Maßnahmen  

 
 
Sitzung des Bildungs-, Schul- und Kulturausschusses der Stadt Langenhagen
TOP: Ö 5.1
Gremium: Bildungs-, Schul- und Kulturausschuss der Stadt Langenhagen Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Di, 09.01.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:45 - 19:28 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungsraum I im Rathaus, Marktplatz 1, 30853 Langenhagen
Ort: Langenhagen
BD/2017/544-1 Weiterbetrieb Pestalozzischule Langenhagen,
hier: Bauliche Maßnahmen
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussdrucksache
  Bezüglich:
BD/2017/544
Federführend:Geschäftsbereich II Bearbeiter/-in: Gotzes-Karrasch, Monika
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Frau Golatka erläutert zunächst BD/2017/544, die auf der Entscheidung der Landesregierung und einem Gespräch mit der kommissarischen Schulleitung, Frau Borkowski basiere.

Ziel sei den Weitebetrieb der Pestalozzischule bis 2021/22 zu gewährleisten, die Zusammenarbeit mit der Gutzmannschule zu stärken und den Förderschulstandort Langenhagen zu erhalten.

 

Im Anschluss ermuntert der Ausschussvorsitzende die anwesende Frau Borkowski als Sachverständige jederzeit zu diesem TOP Stellung zu nehmen. Aus dem Gremium gibt es keine Einwendungen hierzu.

 

Frau Borkowski nutzt diese Gelegenheit sofort.

Im Kollegium sei seinerzeit diskutiert worden, ob ein Fortbetrieb der Pestalozzischule  über 2021/22 hinaus für sinnvoll gehalten werde. Man hätte sich im Konsens dagegen entschieden. Die Diskussionsergebnisse seien den Fraktionen damals zur Kenntnis gegeben worden.

 

Aus dagogischer Sicht gebe es dafür folgende Gründe:

 

Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Einführung der Inklusion entwickelten sich mittlerweile gewisse Strukturen, insbesondere in der Zusammenarbeit mit den Grundschulen aber zunehmend auch bei den weiterführenden Schulen. Auf ganz vielen Ebenen gebe es sehr gute Zusammenarbeit, positive Entwicklungen und Wachstum. Weitere und zusätzliche Untersützung sei dringend notwendig.

 

In der Pestalozzischule selbst würden derzeit 55 Schüler/innen in den Jahrgängen 6-10 beschult. Höchstes Ziel der Schule sei, diese Schüler/innen alle noch zu einem möglichst guten Schulabschluss zu bringen und damit einen guten Gesamtabschluss zu finden.

Ein „Neuanfang“ durch Ausweitung des Betriebsdatums und Aufnahme neuer fünfter Klassen wäre deshalb nicht zielführend und würde nur eine Verschiebung der Problematik bedeuten.

 

Die 24 Kollege/innen der Pestalozzischule bedienten derzeit personell die 13 Regelschulen in Bezug auf Inklusion. Die sächliche Ausstattung sei dabei sehr gut, aber personell würde es noch fehlen.

 

Die Zusammenarbeit mit der Gutzmannschule sei, auch durch „naturgegebene“ Verstrickung der Schwerpunkte, angelaufen und entwickele sich sehr positiv - zunehmend gestaltet durch die Gutzmannschule. Dass die Schulleitung Frau Engelhardt vorher in der Pestalozzischule gewirkt habe, bestärke diese Zusammenarbeit noch.

So gebe es zwischen beiden Schulen gemischte gut struktrurierte Unterrichtsgruppen.

Durch den gemeinsamen Standort funktioniere dieses alles wunderbar und auch der vorgesehene Umzug in die nur fußufig entfernten Container an der Leibnitzstr. rde keine Einschränkung bedeuten.

Alle seien froh, wenn sie so zusammenbleiben und ihre Arbeit fortführen und vollenden könnten und dann 2021/22 alle derzeit beschulten Pestalozzischüler/innen es in jeder Hinsicht geschafft hätten!

 

Nach den Ausführungen von Frau Borkoswski entwickelt sich eine rege Diskussion unter nahezu allen Ausschussmitgliedern darüber, ob eine Regelung in Form der vorgeschlagenen Beschlüsse, insbesondere im Hinblick auf die Zusammenarbeit der beiden Förderschulen und der Entwicklung eines entsprechenden pädagogischen Konzeptes aufgrund der eindrücklich von Frau Borkowki dargestellten guten Zusammenarbeit überhaupt notwendig, zielführend und außerdem rechtlich zulässig sei. Daran werden nun erhebliche Zweifel deutlich, die dazu führen, dass die Fraktionen und Gruppierungen beschließen, die Vorlagen BD/2017/544 und BD/2018/002 zunächst zurück in die Beratungen zu nehmen und dahingehend zu entwickeln, die bestehende besondere Zusammenarbeit in Bezug auf Inklusion und Förderschulen in Langenhagen gegenüber dem Land und den dort angesiedelten Ressourcen - Lehrkräfte, Stunden, Einrichtung von Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentern (RZI) etc. zu unterstützen.

 

Über die Vorlage BD/2017/544-01 soll aber auf Bitte von Frau Gotzes sofort abgestimmt werden, damit die notwendigen Baumaßnahmen begonnen werden können.

 

Vorab bringt Frau Bodenstein-Dreßler als Sachverständige der IGS Langenhagen noch ihrer Sorge über die Entfernung der Container und damit zusammenhängender Aufsichtspflichtausübung, sowie ausreichender Anzahl und Ausstattung der vorgesehehne Fachräume Ausdruck.

Frau Gotzes erklärt, dass diese Punkte aber bereits mit Herrn Heiken, als Leiter der IGS besprochen und eine Konsens gefunden worden sei.

 

Frau Borkoswki verdeutlicht auf Nachfrage von Herrn Veltrup außerdem, dass sich beide Schulen vorab miteienander abgestimmt hätten und ein „Zusammenleben gut vorstellen könnten.

 

Im Anschluss lässt der Ausschussvorsitzende nach allgemeinem Dafürhalten über BD/2017/544-01 abstimmen.


a)      Beschluss:
Die Verwaltung wird beauftragt, die bisher zur Flüchtlingsunterbringung genutzte Containeranlage an der Leibnizstraße - wie mit der Pestalozzischule und der IGS Langenhagen abgestimmt - r den weiteren Betrieb zur gemeinsamen Nutzung umzubauen. Einer überplanmäßigen Ausgabe in Form einer Verpflichtungsermächtigung beim Produktkonto 243100.096102 zum Umbau der Containeranlage in der Leibnizstraße für schulische Nutzung in Höhe von 200.000 € wurde bereits zugestimmt (s. BD/ 2017/520).

oder

 

b)      Die Verwaltung wird beauftragt, die bisher zur Flüchtlingsunterbringung genutzte Containeranlage an der Leibnizstraße in Abstimmung mit der Pestalozzischule für den weiteren Betrieb zur alleinigen Nutzung durch die Pestalozzischule umzubauen. Einer überplanmäßigen Ausgabe in Form einer Verpflichtungsermächtigung beim Produktkonto 243100.096102 zum Umbau der Containeranlage in der Leibnizstraße für schulische Nutzung in Höhe von 200.000 € wurde bereits zugestimmt (s. BD/ 2017/520).

 

 

 


Abstimmungsergebnis:

 

Ja-Stimmen: 10

 

Nein-Stimmen: 0

 

Enthaltungen: 2