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Vorlage - BD/2019/068-1  

 
 
Betreff: Antrag Wasserspender - Realisierungsvorschlag
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussdrucksache
  Bezüglich:
BD/2019/068
Federführend:65 - Hochbau Bearbeiter/-in: Bedijs, Erik
Beratungsfolge:
Stadtplanungs-, Bau- und Umweltausschuss der Stadt Langenhagen Vorberatung
06.06.2019 
Sitzung des Stadtplanungs-, Bau- und Umweltausschusses der Stadt Langenhagen geändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss der Stadt Langenhagen Vorberatung
17.06.2019    Sitzung des Verwaltungsausschusses der Stadt Langenhagen      

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

Der Rat beschließt, dem Antrag folgend ein System von Wasserspendern einzuführen. Die Verwaltung wird beauftragt, Untersuchungen zu geeigneten Kooperationspartnern und Dienstleistern anzustellen und Verhandlungen zu führen, um Aufstellung und Betrieb der Wasserspender vertraglich zu vereinbaren und Haushaltsmittel zu veranschlagen.

 

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Sachverhalt:

Der Antrag BD/2019/068 (Bündnis 90/Die Grünen – Die Unabhängigen) setzt im Beschlussvorschlag folgende Eckpunkte:

  1. Wasserspender im öffentlichen Raum
  2. für jeden Ortsteil und die Kernstadt
  3. Kooperation mit enercity prüfen (Finanzierung und Aufstellung)

 


Position Enercity

Auf eine diesbezügliche Anfrage bei enercity hat Abt. Hochbau per Mail vom 11.04.2019 folgende Stellungnahme erhalten (zusammengefasst):

  • Enercity betreibt selbst 4 Trinkwasser-Brunnen, davon 1 in Langenhagen (vor dem Kino)
  • von Kommunen betriebene Trinkwasser-Brunnen sind technologisch nicht mit dem im Antrag beschriebenen Standard vergleichbar
  • Grund der geringen Anzahl ist der hohe Betriebsaufwand mit Kontroll- und Funktionsprüfungen und das fehlende Eigeninteresse der Kommunen

Folgende Bedingungen für den Betrieb seien zu beachten und sicherzustellen:

  • jederzeitige uneingeschränkte Trinkwasserqualität
  • keine Verunreinigung oder Verkeimung vom Vornutzer oder der Umwelt
  • keine Stagnation, sondern ständiger Nach- und Ablauf (Wasserverschwendung!)
  • keine Übernahme von Nutzungs- und Haftungsrisiken
  • Frostsicherung
  • Vandalismus

Enercity würde aus vorstehenden Erwägungen keine entsprechenden Wasserspender im eigenen Betrieb errichten. Ein Netzanschluss für die Stadt Langenhagen wäre möglich (Übergabeschacht, Zähleinrichtung).

Enercity regt an, in öffentlich zugänglichen Gebäuden „Refill-Stellen“ zu schaffen (Rathaus o.ä.).

 

Position Hochbau

Die genannten Betriebsbedingungen kann Abt. Hochbau bestätigen. Sie führen zu hohem Aufwand für den unbedenklichen Betrieb. Insbesondere eine „ungeschützte Außeninstallation“ wäre riskant und daher strikt abzulehnen. Eine „geschützte Außeninstallation“ mit Vorgaben für Hygiene-Verschluss, Nach- und Ablauf, Frostsicherung und Schutz vor Vandalismus ist aufwändig in Herstellung, Betrieb und Überwachung und wäre in der Praxis kaum zu realisieren.

Als vorteilhafter sieht Abt. Hochbau ein System innerhalb von Gebäuden an. Es müsste sich allerdings an frei zugänglicher Stelle unmittelbar im Eingangsbereich befinden, damit es leicht zu erreichen und zu überwachen ist.

Hierfür gibt es Systeme mit direktem Anschluss an die Wasser- und Abwasser-Installation. Solche Anschlüsse müssten mit der vorhandenen Hausinstallation verbunden werden. Bei Verwendung einer Push-Armatur wäre kein ständiger Nachlauf erforderlich.

Ein anderes System ist die Gallone. Sie stellt einen Wasservorrat in einem Austauschbehälter mit hygienisch nutzbarer Zapfstelle zur Verfügung. Der Wasserbehälter muss regelmäßig ausgetauscht werden. Ein Anschluss an die Abwasserinstallation ist nicht erforderlich. Die Gallone wird auch im Miet-System angeboten, damit werden alle mit der Wasserspende verbundenen Dienstleistungen kostenpflichtig abgegeben. Das Betriebsrisiko übernimmt dann der Dienstleister.

 

Vorschlag der Verwaltung

Abt. Hochbau empfiehlt das Miet-System für Gallonen, um mit dem noch nicht hinreichend sicher einschätzbaren Bedarf flexibel umzugehen. Solche Miet-Systeme sieht man in Supermärkten, Kundenhallen von Banken und Versicherungen usw. bereits im Einsatz.

Es wäre sinnvoll, bereits bestehende Systeme in Langenhagen zu erfassen und eine Strategie zu entwickeln, wo die Stadt selbst solche Wasserspender betreiben bzw. betreiben lassen will/soll. Ergänzend könnte die Stadt auch mit möglichen privaten Betreibern sprechen, ob sie solche Wasserspender aufstellen wollen. Einschränkend ist darauf hinzuweisen, dass der öffentliche Zugang zu Schulen und Kindergärten aus Sicherheitsgründen nicht in Frage kommt. Damit verringert sich Zahl der möglichen städtischen Gebäude stark.

 

Denkbare (ungeprüfte) Standorte:

  • Rathaus
  • Schützenstraße
  • Haus der Jugend
  • Niét Hus Kaltenweide
  • Friedhofskapelle Kaltenweide
  • Verwaltungsstelle Kaltenweide
  • Verwaltungsstelle Krähenwinkel
  • Friedhof Grenzheide
  • Friedhof Imhoffstraße
  • Kiosk in den Heestern
  • Wasserwelt
  • VHS Eichenpark
  • Dorfgemeinschaftshaus Godshorn
  • Verwaltungsstelle Godshorn
  • Friedhof Godshorn
  • Dorfgemeinschaftshaus Schulenburg
  • Kreuzwippe

 

Abschließende Bemerkung

Das vorgeschlagene System (egal ob Kauf oder Miete) geht in Richtung Beschaffung und Betrieb. Damit wäre die Zuständigkeit der Abt. Hochbau nicht mehr gegeben. Im Rahmen der konkreten Vorbereitung wären eine Erkundung des Anbieterkreises für solche Produkte und Dienstleistungen, Wirtschaftlichkeitsvergleiche und Anmeldung von Haushaltsmitteln für den Betrieb vorzunehmen.


Nach Beschlussfassung durch VA/RAT wird mit der Ausführung beauftragt:

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Finanzielle Auswirkungen:

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlage/n: